Empathie lernen – 7 Tipps mit denen es garantiert klappt

Grafik - Empathie lernen 7 Tipps mit denen es garantiert klappt

Kennst du dass, dir begegnet ein Mensch und er ist dir sympathisch? Beim näheren Kennenlernen stellst du jedoch fest, dass es diesem Menschen einfach an Empathie fehlt. Der anfänglich rege Kontakt, schläft mit der Zeit immer mehr ein, bis ihr euch schließlich komplett aus den Augen verliert.

Sympathie spielt bei jeder zwischenmenschlichen Beziehung, ob privat oder geschäftlich eine Rolle. Doch bei langfristigen Beziehungen, ist es viel wichtiger empathisch zu sein. Meiner Erfahrung nach, ist es unabdingbar, sein Gegenüber als Mensch, statt nur als Kunden zu sehen.

Das soll jetzt nicht heißen, dass du auf Biegen und Brechen, jedem sympathisch sein sollst. Was ich damit sagen will, ist Folgendes:

Lerne erst deine eigenen Gefühle im Verkaufsgespräch wahrzunehmen. So wird es für dich leichter, auch die Emotionen deines Kunden zu entschlüsseln und ihn sicher durch das Gespräch zum angestrebten Ziel zu führen.

Jetzt stellst du dir eventuell die Frage, ob Empathie angeboren ist oder ob jeder Mensch lernen kann empathischer zu werden. Ersteres kann ich dir so nicht beantworten, jedoch kann jeder Mensch seine empathischen Fähigkeiten schulen, und zwar mit ganz einfachen Übungen.

Nachstehend gebe ich dir ein paar Tipps und Übungsvorschläge, die es dir ermöglichen, die Menschen in deinem Umfeld besser zu verstehen und deren Handlungen nachvollziehbarer zu machen.

# 1 Tipp – Denke nicht in Schubladen

Menschen neigen oftmals dazu in Schubladen zu denken, weil es auf den ersten Blick einfacher wirkt. Das können gesellschaftliche oder persönliche Schubladen sein, die auf vorangegangene Referenzerlebnisse zurückzuführen sind. Damit stehst du dir allerdings selbst im Weg, deine empathischen Fähigkeiten zu verbessern, weil du dich unbewusst vor neuen Erfahrungen oder anderen Blickwinkeln verschließt.

Versuche möglichst offen und vorurteilsfrei auf andere Menschen zuzugehen und lass dich inspirieren.

# 2 Tipp – Lerne deine eigenen Gefühle kennen

Wenn du deine eigenen Gefühle nicht kennst, wird es dir nicht gelingen, dich in Andere hineinzuversetzen, weil du zu sehr mit dir selbst beschäftigt bist. Jeder Mensch ist individuell und braucht in bestimmten Situationen etwas anderes, manchmal ähneln sich jedoch auch die Bedürfnisse. Beginne damit dich selbst zu beobachten, achte auf deine Gefühlsregungen und versuche deren Auslöser zu erkennen. Im nächsten Schritt frage dich, was dir jetzt guttun würde. So lernst du dich Stück für Stück immer besser kennen. Mit der Zeit wird es dir dadurch leichter fallen, dich in andere hineinzuversetzen.

#3 Tipp – Zeige aufrichtiges Interesse an Anderen

Für mein Empfinden ist aufrichtiges Interesse am Gegenüber das A und O für empathische Verbindungen. Menschen mögen es im Mittelpunkt zu stehen und über ihre Wünsche, Visionen und Vorstellungen zu sprechen. Lerne deine Mitmenschen kennen. Jeder Mensch hat seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Das wird dir helfen, andere besser zu verstehen. Wichtig ist, dass dein Interesse aufrichtig ist und nicht geheuchelt.

# 4 Tipp – Schau über deinen eigenen Tellerrand

Je mehr Menschen du aus einem ganz anderen Umfeld kennenlernst, die anderen Lebensmodellen folgen, desto leichter wird es dir fallen, die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme anderer Personengruppen nachzuvollziehen. Sehr hilfreich sind auch Filme, Autobiografien und Dokumentationen, die dir einen Einblick und einen Perspektivwechsel ermöglichen.

# 5 Tipp – Sei ein guter Beobachter

Die größten Entwicklungssprünge machen wir, im alltäglichen Umgang miteinander, indem wir beobachten, wie andere Menschen mit bestimmten Situationen umgehen oder auf Ereignisse reagieren. Eine gute Möglichkeit, diese Fähigkeit zu schulen, ist im öffentlichen Raum z. b. einem Cafe. Nimm dir Zeit und beobachte die Menschen, wie sie miteinander umgehen, unterhalte dich mit ihnen oder analysiere ihr Verhalten. Bedenke dabei, dass deine Einschätzungen subjektiv sind und nicht unbedingt der Realität entsprechen müssen.

# 6 Tipp – Lerne zwischen den Zeilen zu lesen

Worte sind unser Kommunikationswerkzeug, jedoch gibt es noch die leisen Zwischentöne zwischen den Zeilen. Versuche zwischen den Zeilen zu lesen, denn nicht alles lässt sich in Worte fassen. Hier ist es hilfreich, kurz innezuhalten und nachzudenken, bevor du deinem Gesprächspartner Feedback gibst. Falls du nicht sicher bist, ob du mit deiner Vermutung richtig liegst, hab keine Scheu nachzufragen.

# 7 Tipp – Mitfühlen statt Mitleiden

Es macht einen großen Unterschied, ob jemand mitfühlt oder mitleidet. Deshalb ist es wichtig den Unterschied zu kennen. Mitleiden fühlt sich schwer für dich und dein Gegenüber an, weil die nötige Distanz fehlt. Das ist wenig hilfreich für beide Seiten. Es ergibt keinen Sinn, wenn beide Menschen in ein emotionales Loch fallen und vor sich hin leiden.

Wer jedoch mitfühlen kann, ist ein Fels in der Brandung, kann sein Gegenüber stützen und in emotional herausfordernden Situationen auffangen. Wer mitfühlt, sieht eher Lösungsansätze, da er die nötige Distanz hat und den Blick aus der Vogelperspektive einnimmt.

Eines möchte ich dir unbedingt noch mit auf deinen Weg geben. Es fällt uns von Natur aus leichter, mit Menschen empathisch zu sein, die uns ähnlich sind.

Ich sehe es jedoch als Teil unserer sozialen Kompetenz, gerade bei Menschen mit denen wir Schwierigkeiten haben, bewusst zu versuchen deren Beweggründe und Verfassungen nachvollziehen zu können, um sie besser zu verstehen.

Gerade im Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und Vorgesetzten ist Empathie eine Grundvoraussetzung und die Basis für eine konstruktive Kommunikation.

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